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Der Berg ruft Gasometer Oberhausen

Den Höhepunkt der Ausstellung „Der Berg ruft“ bildet die multimediale Matterhorn-Skulptur. Mit der Spitze nach unten hängend zeigt sie in bewegten Bildern den Wandel der Tages- und Jahreszeiten an dem Alpengipfel.
Möglich wird dies durch eine höchst komplexe Videoprojektion, die am Computer entstandene Animationen aus realen Aufnahmen und generativen Daten des Massivs mit realen Bildern verbindet. Für die Besucher wird
so eine faszinierende 360°-Inszenierung erschaffen, die ihresgleichen sucht.

Schon kurz nach Entstehung der Idee zur Ausstellung führte Intermediate Engineering mehrere verschiedene Machbarkeitsstudien durch, die die Basis für die weitere Konzeption bildeten. Grundlage für die Konstruktion
der etwa 8.000 kg wiegenden Skulptur bildeten die Planung im virtuellen 3D-Modell, eine Previsualisierung des Matterhorns mittels Virtual Reality, sowie ein Testaufbau im Maßstab 1: 8,5 durch Intermediate Engineering.
Ohne diese fundierte Vorarbeit seit Oktober 2016 und die präzise Ingenieursleistung, wäre eine Realisierung des Matterhorns mit nicht einschätzbaren Risiken verbunden gewesen.

Gegenüber der vorherigen Inszenierung im Rahmen der Ausstellung „Wunder der Natur“, waren es hier neue projektionstechnische Herausforderungen, die Intermediate Engineering meistern musste.
So gut wie sich die Erdkugel in das runde Gasometer symmetrisch einbettete, tut es das von der Natur erschaffene Matterhorn eben nicht. Daher erforderte die Vermeidung von Verschattungen durch die Skulptur selbst und
möglichst orthogonale Projektion ein Konzept, das dem stark verwinkelten und anspruchsvollen Modell Rechnung trug.

Dies bedeutet für Soft-und Hardware, dass sie höchsten Anforderungen an Bildqualität, geometrischer Korrektur und dezentraler Synchron-Wiedergabe aller 17 individuellen Projektionsfelder genügen müssen.
Bei der vorherigen Inszenierung der Erde waren es lediglich drei unterschiedliche Projektionsfelder. Kein Projektionsfeld gleicht dem anderen und an bestimmten Orten überlappen bis zu vier Projektionen zu einem Bild.

Erfahrungen aus vorherigen Inszenierungen haben außerdem gezeigt: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -zirkulation beeinflussen die Projektion und erschweren die dauerhaft hohe Bildqualität der Gesamtinszenierung.
Intermediate Engineering überwacht daher ständig alle Umweltbedingungen und die gesamte technische Infrastruktur. Eine zentrale Klimasteuerung gewährleistet die Verfügbarkeit im unbeheizten Raum. Projektoren,
Servertechnik und Klimaverhältnisse unterliegen permanenter Remoteüberwachung.

Die Ausstellung läuft vom 16. März bis 30.Dezember 2018.

www.gasometer.de
Partner: http://www.dlr.de